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High-end-mastering with the Tubecore mix- and mastering-compressor

Stem-Mastering

Stem-Mastering – was ist das eigentlich?

Beim Stem-Mastering liefert der Kunde alle Instrumente einer Art als vorgemischte Stereo-Gruppenspur an. Also z.B. Drums L/R als eine Stereo-Datei, ebenso Bass L/R, Gitarren L/R, Gesang L/R, Keyboards L/R, Backing Vox L/R, Streicher L/R usw. Alle Effekte der jeweiligen Instrumente werden ebenfalls nur in die einzelnen Summenspuren der entsprechenden Instrumentengruppe gemischt. Alternativ kann man auch dafür separate Gruppenspuren nach Instrumentengruppen getrennt anliefern. So läßt sich beispielsweise im Nachhinein noch der Hall für den Gesang herunterregeln, falls man beim Mastering feststellt, dass der Raumanteil doch etwas zu dick aufgetragen wurde.

Die Anlieferung solcher Gruppenspuren gibt dem Mastering-Engineer bei der Bearbeitung also wesentlich mehr Möglichkeiten, den Sound positiv zu beeinflussen und die Feinheiten optimal herauszuarbeiten. Es zeigt sich nämlich im Mastering auch des Öfteren, dass einzelne Instrumente zu laut oder zu leise abgemischt wurden. Dies läßt sich beim reinen Stereo-Mastering bekanntermaßen nur noch sehr eingeschränkt korrigieren, da eine Bearbeitung der Stereo-Summe zu Gunsten eines einzelnen Instrumentes immer auch eine deutliche Beeinflussung anderer Instrumente zur Folge hat. Auch wenn der Pegel stimmt, kann es vorkommen, dass z.B. im Tiefmitten-, Mitten- oder Hochmittenbereich die Snare per EQ im Mix zu viel des Guten abbekommen hat (alternativ auch Gesang oder Gitarren, oder der Bass im Bassbereich). Stellt sich beispielsweise beim Mastering heraus, dass die kleine Trommel zu weit vorne ist, und man versucht, durch frequenzselektive Bearbeitung (Absenkung) der dafür verantwortlichen Frequenzen dies zu ändern, so wird meist auch die Präsenz z.B. der Gitarren und/oder des Gesangs negativ beeinflußt. Manchmal kann man zwar mit z.B. Multibandkompression, M/S-Bearbeitung oder anderen “Tricks” noch etwas retten, doch dies ist immer nur zweite Wahl und geht auf Kosten der schlußendlichen Klangqualität, da man ja eher herumdoktert und versucht, Fehler zu kaschieren, als wirklich den Klang zu verbessern. Mit einem Stem-Mastering läßt sich dagegen fast immer ein erheblich besseres Ergebnis erzielen.

Alternativ könnte man natürlich so vorgehen, dass man als Mastering-Engineer beim Mix-Engineer einen entsprechend optimierten, komplett neuen Stereo-Mix anfordert. Da dies insbesondere bei analog erstellten Abmischungen auf Grund der nicht so einfach wiederherstellbaren Einstellungen aber oft nur schwer bis gar nicht möglich ist, oder mit hohen Zusatzkosten und Zeitverzögerungen verbunden ist, hat es sich bewährt, dass der Mix-Engineer sicherheitshalber neben der Stereo-Abmischung auch die einzelnen Instrumentengruppen ausspielt, so dass man im Zweifelsfall auch auf diese zurückgreifen kann. So können viele Probleme relativ einfach, schnell und kostengünstig behoben werden, sollten sie einmal auftreten.

Wir bieten Ihnen das Stem-Mastering selbstverständlich ebenfalls an. Um die klanglichen Möglichkeiten nochmals zu verbessern, kann man die einzelnen Stems übrigens auch so vorbereiten, dass man Mono-Instrumente, die hinterher in der Mitte erscheinen sollen (wie z.B. Lead-Vocals oder auch Bassdrum und Bass, evtl. auch Snare, wenn sie nicht im Panorama verteilt wurde), als Mono-Spur ausspielt. Durch unsere High-End-Neumann-Analog-Summierung können wir diese Einzelspuren dann besonders genau monophon in der Mitte platzieren. Durch die hervorragende analoge Separation und Auflösung entsteht ein Klangeindruck, den man mittels digitaler Summierung oft nur schwer bis gar nicht erreichen kann. Monosignale sind analog summiert meist deutlich präziser und genauer in der Stereomitte wahrnehmbar. Dies steigert den Druck im Klangbild und ist hilfreich, die Transparenz und den generellen Qualitätseindruck der Musik signifikant zu erhöhen.

Stem-Mastering (manchmal übrigens auch Stem-Mixing genannt, weil es ja sozusagen eine Hybridvariante aus beiden Arbeitsschritten darstellt) bietet also echte Vorteile gegenüber dem reinen Mastering des Stereosignals.

Wenn Sie uns Stems zum mastern hochladen, packen Sie einfach alles in eine Zip-/7z-, oder rar-Datei. Dabei die genaue Bezeichnung/Benennung der einzelnen Dateien nicht vergessen, und alle Spuren exakt gleich synchronisiert ausspielen (idealerweise im Broadcast-Wave-Format, da dort dann bereits die Timecodes für ein exakt synchrones Anlegen der Spuren in unserer DAW enthalten sind).

Für Fragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung: Tel. 02533/919474 oder Kontakt

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